Chile - ein Kurzportrait
Rund 4300 km und 39 Breitengrade liegen zwischen der Atacama-Wüste im Norden und Feuerland im Süden (was ungefähr der Distanz von Norwegen bis in die Sahara entspricht), während die durchschnittliche Breite des Landes bloss ca. 180 km misst.
Dazwischen trifft man auf die erstaunlichsten landschaftlichen Kontraste: die mediterran anmutende Kulturlandschaft im zentralen Teil, den Vulkangürtel der schneebedeckten Anden, tropische Regenwälder und im tiefen Süden der labyrinthische Archipel Patagoniens mit seinen Gletschern und Fjorden.
Seit den 90-er Jahren erlebte Chile, der «Tiger Südamerikas», einen gewaltigen Wirtschaftsboom; sein Bruttonationaleinkommen pro Einwohner ist das höchste des Subkontinents.
Politik
Seit 1818 unabhängig (ehemalige spanische Kolonie). Nationalfeiertag 18. September. Zum chilenischen Staatsgebiet gehört auch die Osterinsel im Südpazifik.
Staats- und Regierungsform: Präsidialrepublik (Verfassung von 1980). Auf 4 Jahre vom Volk gewählter Präsident (keine unmittelbare Wiederwahl) Staats- und Regierungschef ist seit 2010 Sebastiàn Pinera Echenique.
Bolivien - ein Kurzportrait
Das abgeschiedene Land im Herzen Südamerikas, ein Binnenstaat, bietet eine Vielfalt von Landschaftstypen.
Im Nordwesten liegt das Altiplano, eine fast menschenleere, karge Hochebene auf durchschnittlich 3800m ü.M., an das sich das mineralienreiche Bergland mit den Königsgipfeln der Kordilleren (über 6000m) anschliesst, im Norden und Osten das zwei Drittel der Landesfläche umfassende Tiefland des Oriente mit seinen an Peru und Brasilien grenzenden tropischen Regenwäldern und im Süden das trockene Buschland des Gran Chaco.
Bolivien, benannt nach seinem Befreier Simon Bolivar, ist die Wiege mehrerer altamerikanischer Regionalkulturen, wurde dann Teil des Inka-Reichs und im 16.Jh. Opfer der von den Gold-und Silberschätzen angelockten Spanier.
Politik
Seit 1825 unabhängig (ehemalige spanische Kolonie), Nationalfeiertag 6. August
Staats- und Regierungsform: Präsidialrepublik (Verfassung von 1967). Auf 5 Jahre vom Volk gewählter Präsident (einmalige Wiederwahl). Seit 2006: Evo Morales, 2009 wiedergewählt.
